Tja, so war’s

Leseprobe

Einläutung
Zugegeben, manchmal untertreiben die Mecklenburger ein bisschen und manchmal juckt den Vorpommern das Fell. Aber alles in allem sind sie redlich, bescheiden und gerecht. Und wenn sie was an die große Glocke hängen oder für sich behalten, dann hat das schon seine Gründe.
Ihr Verhältnis zur Vergangenheit folgt dem Grundsatz: Wir sind nicht nachtragend, aber wir vergessen auch nichts. Denn Geschichte ist ja nun mal auch nichts anderes als die Beziehung zu Menschen.
Egal, ob sie uns Brauchbares hinterlassen oder was Dummes eingebrockt haben, man redet nicht schlecht über Leute, die tot sind. Aber was wahr ist, muss wahr bleiben und wer das glaubt, wird selig, und wer nicht, der kommt auch in den Himmel. Und dann wird er schon sehen, was er davon hat.
Die Geschichte der Landschaft des heutigen Mecklenburg-Vorpommern ist kein weißer Fleck, sondern – wie man im Mecklenburgischen sagt – kunterbunt wie Kaiser Karl sein Hund.
Und so wollen wir sie auch erzählen.
Und wenn jemandem das eine oder andere skurril, verschmitzt oder vielleicht nicht ganz glaubwürdig vorkommen wird – wir können auf gut plattdeutsch versichern: „Oewer dat is allens wohr!“